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Digitalisierung und Bildung : Die Schulen haben noch Hausaufgaben zu machen

  • -Aktualisiert am

Digitaler Unterricht: Eine Lehrerin steht mit einem iPad vor einer digitalen Schultafel im Englischunterricht einer 5. Klasse in Niedersachsen. Bild: dpa

Lehrer müssen noch lange auch aus der Ferne unterrichten. Das dürfte der Digitalisierung der Schulen einen Schub verleihen. Doch ganz so einfach ist das nicht.

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          Ein Interview per Videokonferenz mit drei Lehrern und dem Direktor der Gemeinschaftsschule Wenigenjena in Jena: Von Trübsinn und Verunsicherung keine Spur – alle vier sind sehr zuversichtlich, dass sie und ihre Kollegen die kommenden Monate gut meistern werden. Schulleiter Axel Weyrauch sitzt im Auto und nimmt über sein Smartphone an der Videoschalte teil. Er hat die Schule zusammen mit anderen Pädagogen und Eltern vor sechs Jahren gegründet. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist wichtiger Teil des Schulkonzepts.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Man baue nun ein stabiles System auf, berichtet er, eine Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht. „Ich habe den Eltern gesagt, dass wir so viel Präsenzunterricht wie möglich anbieten. Unser Modell soll aber auch ermöglichen, dass wir schnell reagieren können, wenn zum Beispiel die Schulen wieder ganz schließen oder wir in Quarantäne müssten.“ Die Eltern seien sehr erleichtert gewesen, dass man über den Sommer hinaus plane. Das ist dringend angeraten; immer mehr Fachleute erwarten teilweisen Fernunterricht auch für das kommende Schuljahr. Allerdings hatten in der ersten Aprilhälfte nach einer Umfrage unter Lehrkräften im Auftrag der Vodafone-Stiftung zwei Drittel der Schulen kein Gesamtkonzept für Zeiten der Schulschließung.

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