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Vergängliche Kommunikation : Für immer verloren

Heute halten wir Daten auf Festplatten fest - Doch sind unsere Daten auch so unvergänglich, wie zum Beispiel die heiligen Gesetze vom Tempel des Jupiter Libero, gemeißelt in Stein? Bild: Picture-Alliance

Niemals haben die Menschen so viele Daten produziert wie heute. Doch was wird man in hundert Jahren noch von uns wissen? Die Furcht ist: nicht mehr viel.

          7 Min.

          Hammurapi I., König von Babylon, war ein kluger und sehr weitsichtiger Mann. Er herrschte vor rund 3800 Jahren, doch noch heute kann man sich bei jedem Besuch im Louvre an ihn erinnern. Dort steht eine monströse Stele, mehr als zwei Meter hoch, in die er einst die Gesetze seines Landes meißeln ließ: 8000 Wörter, viele davon noch immer zu entziffern. Es ist einer der ältesten Gesetzestexte der Welt, Codex Hammurapi genannt: „Rechtssätze der Gerechtigkeit, die Hammurapi, der fähige König, festgesetzt hat und durch die er das Land hat rechte Ordnung und gute Führung ergreifen lassen.“ So steht es auf der Stele geschrieben, eingemeißelt in das Gestein Diorit.

          Corinna Budras

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump mag sich für mindestens ebenso fähig und mächtig halten, nur mit Blick auf die Ewigkeit verhält er sich erstaunlich ungeschickt: All seine unzähligen Regeln und Maßregelungen posaunt er über den digitalen Nachrichtendienst Twitter in die Welt hinaus. Mit dessen Hilfe werden sie dort zwar in Sekundenschnelle global verbreitet. Doch dass sie die nächsten 3800 Jahre überdauern, ist so gut wie ausgeschlossen. Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft schaffen sie womöglich nicht einmal die nächsten hundert Jahre.

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