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Weitreichende Störung : Kein Anschluss im Vodafone-Netz

Viel Hoffnung ruht auf dem nächsten Mobilfunkstandard 5G - auch in Deutschland (Symbolbild) Bild: dpa

Eine sechsstellige Anzahl von Kunden des Düsseldorfer Mobilfunkbetreibers war am Montagnachmittag abgehängt: kein Empfang. Über die Gründe wird gerätselt.

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          Kunden von Vodafone haben zum Wochenbeginn viel Geduld mitbringen müssen: Das Netz des Düsseldorfer Mobilfunkanbieters war am Montagnachmittag von gravierenden mehrstündigen Störungen in ganz Deutschland betroffen. „Aktuell können mehr als 100000 Kunden das Netz nicht oder nicht in der gewohnten Qualität nutzen“, teilte das Unternehmen mit, ohne zunächst etwas zur Ursache oder den Auswirkungen zu sagen. Es gebe „massive Einschränkungen bei der Nutzung“.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sowohl Sprachtelefonie als auch der Internet-Datenverkehr fielen aus. Berichte vom Auftreten entsprechender Störungen kamen aus zahlreichen deutschen Großstädten, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Betroffene Handys zeigten zwar die Anbieterkennung, wiesen aber zugleich kein Signal auf. Die Technikexperten des Konzerns arbeiteten mit Hochdruck an der Ursachenanalyse und der Entstörung, versicherte ein Sprecher. In Frankfurt waren Smartphones am späten Nachmittag kurz vor 17 Uhr wieder auf Empfang.

          Regional und kurzfristig kommt es in deutschen Telefonnetzen immer wieder zu Störungen, aber selten in dieser Größenordnung. Im Juli 2019 hatte ein Softwarefehler das hessische Telefonnetz großflächig lahmgelegt. Dieser hatte eine Störung an einem Netz-Knotenpunkt in Frankfurt erzeugt. Dadurch war eine Zeit lang im Bundesland sowohl der Mobilfunk beeinträchtigt als auch im Festnetz der Verbindungsaufbau zwischen Anschlüssen der Telekom und des Telefónica-Konzerns.

          Besonders gravierend war seinerzeit die damit einhergehende Störung der Notrufnummern 110 für die Polizei und 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Notrufzentralen waren erst beim zweiten oder dritten Versuch erreichbar. Das Innenministerium in Wiesbaden sprach seinerzeit von einem Störungsausmaß, das nahezu einmalig sei.

          Wenn solche Netzausfälle auftreten, liegt die Frage nahe, ob daran Hacker Schuld sind. Fachleute verweisen darauf, dass die Netze tatsächlich permanent in erheblichem Umfang attackiert werden. Die Telekom und ihre Partner ermittelten im vergangenen Jahr an einem einzigen Tag rund 25 Millionen globale  Attacken auf die eigene Infrastruktur. In der Regel werden solche Angriffe jedoch automatisch abgewehrt. 

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