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Cum-Ex-Skandal : Weitere Razzia bei ABN Amro in Frankfurt

  • Aktualisiert am

Polizisten am Donnerstag vor dem Frankfurter Büro Bild: Reuters

Die Frankfurter Niederlassung der niederländischen Großbank wurde am Donnerstag von der Polizei untersucht. Es war nicht der erste Einsatz.

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          Wegen Cum-Ex-Geschäften haben Ermittler abermals die Frankfurter Niederlassung der niederländischen Großbank ABN Amro durchsucht. „Ich kann bestätigen, dass wir im Rahmen des Cum-Ex-Komplexes Maßnahmen bei ABN Amro in Frankfurt durchführen“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern. ABN Amro lehnte eine Stellungnahme ab. Zuvor hatten unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“, der WDR und das „Handelsblatt“ über die Razzia berichtet.

          Wegen vermuteter Tricksereien bei Aktiengeschäften (“Cum-Ex“) hatten Ermittler die Frankfurter Büros von ABN Amro schon im November durchsucht. Die damalige Aktion richtete sich nach früheren Angaben der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gegen sechs Beschuldigte im Alter von 50 bis 57 Jahren. Ihnen wurde vorgeworfen, mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag in den Jahren 2008 und 2009 als Mittäter den Staat um etwa 53,3 Millionen Euro geprellt zu haben. Die Summe wurde schon zurückgefordert und an die Staatskasse zurückgezahlt.

          Bei „Cum-Ex“ ließen sich Anleger einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank mindestens zwei Mal erstatten. Dazu verschoben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit, also cum, und ohne (ex) Dividendenanspruch. Dem Fiskus sind dadurch Milliarden entgangen, bevor die Gesetzeslücke 2012 geschlossen wurde.

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