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Weihnachtsgeschäft : Kleinere Läden haben das Nachsehen

  • Aktualisiert am

Für größere Unternehmen lief das Weihnachtsgeschäft gut, kleinere hatten dagegen zu kämpfen. Bild: dpa

Die Innenstädte waren auch dieses Jahr zur Weihnachtszeit gut gefüllt. Viele Deutsche kauften in großen Geschäften und online ein. Die Hoffnungen kleinerer Läden wurden allerdings enttäuscht.

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          Der deutsche Einzelhandel hat eine gemischte Zwischenbilanz des Weihnachtsgeschäfts gezogen. Besonders die Erwartungen vieler kleinerer Händler hätten sich nicht erfüllt, teilte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag mit. Größere Unternehmen sind hingegen zufriedener, gute Geschäfte machte der Online-Handel.

          Für November und Dezember hat der HDE einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro im Einzelhandel prognostiziert. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um drei Prozent. Mehr als zwölf Milliarden Euro davon entfallen auf den Online-Handel.

          Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen dem Verband zufolge Bücher, Spielwaren und Bekleidung. Auch Sportartikel, Kosmetik und Drogeriewaren seien gefragt. Bargeld und Gutscheine sind dem HDE zufolge besonders unter Erwachsenen beliebte Geschenke. Nach HDE-Schätzungen werden im Weihnachtsgeschäft rund drei Milliarden Euro Umsatz mit dem Verkauf von Gutscheinen erzielt.

          Eigene Online-Shops

          „In der vierten Adventswoche verlief das Weihnachtsgeschäft deutlich besser als noch in der Woche zuvor und leicht oberhalb des Vorjahresniveaus“, erklärte der Verband. Der Samstag sei noch einmal ein umsatzstarker Tag gewesen. Zwischen den Jahren sollen weitere folgen, wenn Gutscheine und Bargeldgeschenke eingelöst werden.

          Da besonders große Betriebe ihre Waren häufig auch über eigene Online-Shops vertreiben, rechnet der HDE im Weihnachtsgeschäft mit einem Wachstum um zehn Prozent im Internet-Handel. Für das Jahr 2017 erwartet der HDE einen Gesamtumsatz von 501 Milliarden Euro, davon 49 Milliarden Euro im Online-Handel. Das entspricht einem Wachstum um drei Prozent.

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