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Berlin und Paris einig : Wasserstoff aus Atomkraft ist kein Tabu mehr

Olaf Scholz und Emmanuel Macron lassen sich bei einer Industrieausstellung im Rahmen des Deutsch-Französischen Ministerrats am Stand von Siemens Wasserstoff Technologie zeigen. Bild: dpa

Berlin und Paris wollen den Wasserstofftransport durch die EU vorantreiben. Selbst beim heiklen Thema Kernkraft gab es eine Annäherung. Hürden gibt es aber nach wie vor an anderer Stelle.

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          Wasserstoff gilt als Schlüssel zur Energiewende, weil er sich als Speicher ebenso eignet wie als molekulare Alternative zum Erdgas. Zumeist wird über die Herstellung des Elements diskutiert, das in natürlicher Form fast nicht vorkommt, und über die Farbenlehre. Dabei ist in der Bundesregierung der „grüne“ Wasserstoff aus der ökostrombetriebenen Elektrolyse besonders beliebt. Weniger im Mittelpunkt des Interesses steht indes der Transport des Energie- und Hoffnungsträgers, sowohl was die internationale Beförderung angeht als auch die Verteilung im Inland. Doch diese Leerstellen sollen jetzt gefüllt werden.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin
          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.
          Niklas Záboji
          Wirtschaftskorrespondent in Paris

          „Wasserstoff in rauen Mengen“ werde man für eine dekarbonisierte Wirtschaft brauchen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Abschluss des Deutsch-Französischen Ministerrats und betonte die in den Gesprächen in Paris erzielten Fortschritte. Das meint vor allem den Knackpunkt Transport: Frankreich wird zum Transitland, wenn Deutschland Wasserstoff aus Spanien über die zwischen Barcelona und Marseille geplante Mittelmeerpipeline H2Med bezieht.

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