https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wasserpfeife-shisha-tabak-koennte-knapp-werden-18139475.html

Wasserpfeifentabak : Neue Vorschrift könnte zu Knappheit bei Shisha-Tabak führen

  • Aktualisiert am

Ab dem 1. Juli sind nur noch Kleinverpackungen mit maximal 25 Gramm erlaubt. Bild: dpa

Ab Juli treten neue Regelungen bezüglich der zugelassenen Verpackungsgröße für Shisha-Tabak in Kraft. Das könnte zu Nachschub-Problemen führen.

          1 Min.

          Wegen einer neuen Vorschrift für Shisha-Tabak droht der Branche zufolge bald ein so knappes Angebot, dass viele Konsumenten keinen Nachschub mehr bekommen könnten. „Im Herbst dürften die Verkaufsregale teilweise leer sein, weil die Hersteller mit der Produktion nicht nachkommen“, sagt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Wasserpfeifentabak, Folke Rega, der dpa in Berlin.

          Ab dem 1. Juli dürfen nur noch Kleinverpackungen mit maximal 25 Gramm Shisha-Tabak in den Handel kommen, die bisher üblichen 200-Gramm-Packungen und größere Behältnisse sind dann verboten. Altbestände dürfen zwar noch verkauft werden, bis zum Herbst werden sie aber wohl weitgehend aufgebraucht sein.

          Schwarzmarkt befürchtet

          Nach Darstellung des Verbandes hatten die rund 100 deutschen Hersteller von Wasserpfeifen-Tabak nicht genug Zeit, um ihre Maschinen umzurüsten oder neue Anlagen zu kaufen. Die globalen Lieferkettenprobleme erschwerten die Beschaffung. Nur sechs bis sieben der deutschen Hersteller seien derzeit in der Lage, die Kleinverpackungen herzustellen, und dies auch nur mit recht niedrigen Produktionskapazitäten. Der Verband befürchtet, dass Konsumenten in den Schwarzmarkt abdriften, um sich Nachschub zu beschaffen.

          Nicht nur das knappe Angebot am Markt könnte für Shisha-Nutzer bald zu einer bösen Überraschung werden. Denn es wird deutlich teurer. Im Vergleich zum Jahresende 2021 wird ein Gramm Wasserpfeifentabak nach Schätzung des Branchenverbandes künftig etwa das Doppelte kosten. Das liegt zum einen an einer seit diesem Jahr geltenden Zusatzsteuer und zum anderen an höheren Produktionskosten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Home of the Bonuszahlungen: der Sitz des RBB an der Berliner Masurenallee.

          Nur nicht für Schlesinger : RBB legt Bonuszahlungen offen

          Der RBB veröffentlicht die Bonuszahlungen für sein Spitzenpersonal. Bis dato wurde bestritten, dass es sie gibt beziehungsweise: Sie waren geheim. Die Zusatzverdienste sind beträchtlich. Und ein Name fehlt in der Gehaltsliste.
          Darauf ein Eis am Stiel: Warren Buffett und Berkshire Hathaway haben kräftig investiert.

          Aktienmarkt : Zwischen Optimismus und Besorgnis

          Die Stimmung der Aktienprofis wird besser. Einige Großinvestoren wie Warren Buffett haben sich ohnedies nicht schrecken lassen. Viele Analysten bleiben aber skeptisch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.