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Rentendebatte : Müntefering für Wahlrecht ab 16

Franz Müntefering Bild: Jens Gyarmaty

Überstimmen die Alten die Jungen in den Wahlen? Franz Müntefering will jedenfalls mehr Jugendlichen das Wahlrecht geben. Doch er hat auch eine Forderung an sie.

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          Der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat sich vor dem Hintergrund von Brexit-Abstimmung und Rentendebatte dafür ausgesprochen, dass Jugendliche bereits zwei Jahre früher als bisher wählen können.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
          Inge Kloepfer
          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          „Es ist sinnvoll, das Wahlalter auf 16 Jahre zu senken“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ich kenne 16-Jährige, die mindestens so politisch sind wie manche Ältere“, fügte der frühere Politiker hinzu, der jetzt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen vorsitzt. „Damit können wir die Demokratie auf eine breitere Grundlage stellen.“

          Müntefering forderte die Jungen zudem auf, ihre Interessen offensiver zu vertreten. „Sie sind politisch sehr interessiert, müssen aber kämpfen lernen“, sagte er. An der Abstimmung über den Austritt der Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union hätten zu wenige von ihnen teilgenommen. Man müsse aber sein Abstimmungsrecht auch wahrnehmen: „Handy reicht nicht.“

          In der aktuellen Debatte um Altersarmut verlangt Müntefering Realismus. Das Thema werde von der Politik bewusst dramatisiert. „Es wird Angst gemacht, und das ist nicht gut“, sagte der frühere Arbeitsminister.

          Seiner Nachfolgerin Andrea Nahles bescheinigte er im Gegensatz zu Parteichef Gabriel Realismus. Als Ressortchefin kenne sie alle Zahlen. „Die Realität hilft einem“, sagte Müntefering, der zugleich die von ihm eingeführt Rente mit 67 verteidigte. „Ich habe nie daran gezweifelt, dass das die richtige Botschaft war“, fügte er hinzu.

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