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Bezugsdauer : Wir beziehen länger Rente als je zuvor

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Rentnerpaar vor dem Reichstag Bild: dpa

Im Schnitt beziehen wir heute dank der gestiegenen Lebenserwartung fast 20 Jahre lang Rente. Im Jahr 1960 waren es weniger als 10.

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          Die deutschen Ruheständler beziehen so lange Rente wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr ist die durchschnittliche Bezugsdauer laut Zahlen der Deutschen Rentenversicherung bei Frauen auf 21,7 Jahre, bei Männern auf 17,5 Jahre gestiegen. Grund für die Entwicklung ist vor allem die steigende Lebenserwartung. 1980 erhielten Frauen im Durchschnitt noch 13,8 Jahre Rente, Männer 11 Jahre.

          Die Junge Union sowie der CDU-Wirtschaftsflügel forderten angesichts der Zahlen, den Rentenbeginn langfristig deutlich über 67 Jahre hinausschieben, um das Rentensystem zu entlasten. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) plädierte dafür, den Rentenbeginn bis 2041 auf 73 Jahre anzuheben.

          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat die Forderungen scharf zurückgewiesen. „Es ist ein Irrglaube, dass wir alle älter und fitter werden“, bekräftigte sie am Montag in Berlin ihren Standpunkt. Niemand werde daran gehindert, länger zu arbeiten. „Im Gegenteil: Wer fit ist und bis 68 oder 70 weiter macht, bekommt dafür Rentenpunkte gut geschrieben. Das geht bereits jetzt“, sagte die Ministerin. Man könne aber nicht alle über einen Kamm scheren: „Wer 40 Jahre auf dem Bau gearbeitet hat, kann irgendwann nicht mehr“.

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