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Kommentar : Bewegung im Ruhestand

  • -Aktualisiert am

Wer länger arbeitet, kann künftig höhere Rentenansprüche erwerben als bisher. Das ist gut.

          Von der Flexirente hatte man zuletzt wenig gehört, sie war zum Faustpfand im Koalitionsstreit um Leiharbeit und Erbschaftsteuer geworden. Nun sind sich Union und SPD einig, das Gesetz voranzubringen. Das ist gut, so kommt Bewegung in den Ruhestand.

          Die reguläre Altersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, also der Tag, an dem man ohne Abschläge in Rente gehen kann, wird noch durchlässiger – und zwar nach oben und nach unten. Wer länger arbeitet, kann künftig höhere Rentenansprüche erwerben als bisher. Zugleich wird die Weiterbeschäftigung Älterer für Unternehmen attraktiver, weil sie für diese die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sparen.

          Etwas erleichtert wird auch ein vorzeitiger Teil-Ausstieg aus dem Arbeitsleben. So darf zu einer Teilrente mehr Geld anrechnungsfrei hinzuverdient werden. Für wen sich dies wann lohnt, ist leider kein einfaches Rechenexempel. Und auch weiterhin gilt: Die Freiheit, früher in Rente zu gehen, muss man sich leisten können.

          Hier dürfte die Flexirente manchen enttäuschen. Aber Union und SPD wollten nicht wieder ein Schlupfloch in den subventionierten Vorruhestand öffnen. Diese Einsicht hätte man sich schon früher gewünscht.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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