https://www.faz.net/-gqe-8oq12

Gesetzliche Rente : Linke warnt vor Altersarmut

  • Aktualisiert am

Für wen reicht die Rente? Bild: dapd

Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland würde ohne weitere Einkünfte offenbar nicht genug verdienen, um später mehr als die Renten-Grundsicherung zu bekommen. Das entnimmt die Linke einer Auskunft der Bundesregierung.

          Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland muss angeblich im Alter mit einer gesetzlichen Rente unter dem Grundsicherungsniveau rechnen. Das geht aus einer aktuellen Datenübersicht der Bundesregierung und des Statistischen Bundesamtes hervor, aus der die „Saarbrücker Zeitung“ zitiert. Demnach ist derzeit ein monatliches Bruttogehalt von 2330 Euro nötig, um im Laufe eines durchschnittlich langen Arbeitslebens von 38 Jahren eine Rente in Höhe der staatlichen Grundsicherung im Alter zu erzielen.

          Jedoch verdienten 19,5 Millionen der rund 37 Millionen Beschäftigten, die in der aktuellen Verdienststrukturerhebung des Statistikamts erfasst sind, weniger, berichtete das Blatt. Damit bekämen 52 Prozent der Beschäftigten im Alter eine Rente unter dem durchschnittlichen Grundsicherungsbedarf von 795 Euro.

          Die Daten hatte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, angefordert. Sie verlangte, die gesetzliche Rente so zu stärken, dass niemand Armut im Alter fürchten müsse.

          Allerdings speist sich das Einkommen von Rentnern auch aus anderen Quellen, etwa Betriebsrenten, Lebensversicherungen oder Mieteinnahmen. Nach dem aktuellen Rentenversicherungsbericht von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD), so die Zeitung, stammen knapp zwei Drittel der Einkünfte von Rentnern aus der gesetzlichen Rentenversicherung.

          Weitere Themen

          Wird die Maut zum Minusgeschäft?

          Neue Prognosen : Wird die Maut zum Minusgeschäft?

          Interne Zahlen aus dem Verkehrsministerium zeigen: Aus den erhofften 500 Millionen Euro wird wohl nichts – schuld sind Veränderungen in der Fahrzeugflotte. Die Grünen geißeln das Lieblingsvorhaben von Verkehrsminister Scheuer als „ teures und sinnloses Stammtischprojekt“.

          Topmeldungen

          Umstrittenes Projekt: Künftig sollen Autofahrer zur Kasse gebeten werden.

          Neue Prognosen : Wird die Maut zum Minusgeschäft?

          Interne Zahlen aus dem Verkehrsministerium zeigen: Aus den erhofften 500 Millionen Euro wird wohl nichts – schuld sind Veränderungen in der Fahrzeugflotte. Die Grünen geißeln das Lieblingsvorhaben von Verkehrsminister Scheuer als „ teures und sinnloses Stammtischprojekt“.
          Die Große Koalition erzielt in der Nacht auf Montag einen Kompromiss bei der Grundsteuer (Archivbild von Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD)).

          Große Koalition : Union und SPD einigen sich bei Grundsteuer

          Schon beim ersten Koalitionsausschuss mit neuer Besetzung erzielt die Bundesregierung einen Kompromiss. Ist das Ausdruck einer neuen Handlungsfähigkeit? Etliche Streitpunkte können jedenfalls nicht gelöst werden.
          Suchen nach Kraft und Mut: Anne Will diskutiert mit ihren Gästen (hier Franziska Giffey und Volker Bouffier) den Zustand der Großen Koalition.

          TV-Kritik „Anne Will“ : Kein Mut in Sicht

          Deutschland driftet auseinander: Im Westen wird das Land grün, im Osten blau. Bei Anne Will geht es darum, ob die Bundesregierung noch den Willen und die Kraft hat, mit überzeugender Politik zu antworten. Das Ergebnis der Debatte ist ernüchternd.
          Für das Kaninchen war es blutiger Ernst: Prepper-Training in Thüringen

          FAZ Plus Artikel: „Prepper“-Szene : Staatsfeinde im Pfadfinderlager?

          Zombieapokalypse, Alieninvasion, Atomkatastrophe – die „Prepper“-Szene will vorbereitet sein und hortet Konserven, Gas und teilweise auch Waffen. Zudem gären rechtsextreme Ideologien. Sicherheitsbehörden stoßen an ihre Grenzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.