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Wettbewerb und Hedging : Was Unternehmen gegen Inflation tun können

  • -Aktualisiert am

Einkauf im Supermarkt: Teure Rohstoffe und Energie lassen auch die Preise für Verbraucher steigen. Bild: dpa

Unternehmen sind der gefährlichen Teuerung nicht wehrlos ausgeliefert. Ausgeklügeltes Marketing, Sicherungsgeschäfte und freier Wettbewerb schützen besser als staatliche Preiskontrollen. Das hilft auch den Verbrauchern.

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          Angesichts stark steigender Preise von Rohstoffen und anderen Vorprodukten ist es ein kleiner Trost, dass der Wettbewerb zwischen den Unternehmen die Inflation an manchen Stellen wenigstens mildert. Ein Blick in unterschiedliche Branchen zeigt faszinierende Beispiele, wie die Wirtschaft mit Marketing und neuen Ideen dämpfend auf die Teuerung reagiert. Das soll die Risiken der Inflation nicht verharmlosen. Vielmehr sollen die Einblicke zeigen, wie wichtig es ist, Unternehmen auch und gerade in der Inflation ihre Preispolitik selbst gestalten zu lassen. Staatliche Preisdeckel verschärfen dagegen das Problem, weil sie das Angebot ohnehin knapper Produkte und Leistungen weiter schrumpfen lassen.

          Besonders besorgniserregend ist aktuell der starke Anstieg der Energiepreise, da kein Unternehmen und kein Haushalt ohne Strom oder Gas auskommt. Über die Stromrechnung verbreiten sich die durch den Aufschwung nach der Corona-Krise stark gestiegenen Kosten für Energierohstoffe daher so schnell in der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft wie über keinen anderen Kanal. An der Energiebörse EEX in Leipzig hat der Strompreis am 7. Oktober ein Rekordhoch erreicht. Auch der Preis für Gas stieg auf einen Höchststand. Unternehmen, die in diesem Zeitraum, wie in vielen Branchen üblich, die Stromverträge für das kommende Jahr abschließen wollten, saßen in der Falle.

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