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Amerikas Öl-Importe : Fracking macht Trump noch selbstbewusster

Zwei Saudis schauen auf einen Öltanker im Hafen von Ras al-Khair. (Archivfoto) Bild: AFP

Amerika hängt heute weniger von Öl aus Arabien ab. Das liegt vor allem am Fracking-Boom – und erleichterte Trump die Entscheidung bei der Tötung Soleimanis. Doch Fachleute rätseln, wie lange das so bleibt.

          3 Min.

          Seit Präsident Donald Trump die Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani anordnete, herrscht in der CIA Alarmstimmung. Der Geheimdienst erwartet den Gegenschlag der iranischen Regierung und ihrer Vasallen. Wozu diese willens sind, zeigte der erst wenige Monate zurückliegende Angriff auf die saudi-arabische Ölproduktion. Am 14. September des vergangenen Jahres hatten feindliche Raketen und Drohnen die größte Ölverarbeitungsanlage der Welt im saudi-arabischen Abqaiq und das Ölfeld Khurais getroffen. Saudi-Arabien, über Jahrzehnte Amerikas Alliierter und wichtigster Stabilisator des globalen Ölangebots, produzierte von einem Tag auf den anderen 5,7 Millionen Fass (159 Liter) weniger. Der Ausfall entspricht rund sechs Prozent der globalen Versorgung. Die jemenitischen Houthi, die vom Iran gestützt werden, hatten sich zu dem Angriff bekannt.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Dieselbe Gefahr lauert weiter. Am Wochenende hatte das amerikanische Außenministerium vor möglichen neuen Angriffen auf Ölanlagen im Osten Saudi-Arabiens gewarnt. Doch ausgerechnet die Attacke auf die saudi-arabische Raffinerie könnte Trump in der Vorstellung bestärkt haben, dass die Vereinigten Staaten weniger bedroht sind durch politische Ölkrisen und Preisschocks als früher. Binnen eines Monats produzierte Saudi-Arabien wieder genauso viel Öl wie vor dem Angriff, der Preis fiel sogar unter das Niveau, das vor dem Attentat herrschte.

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