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Standpunkt : Warum und wie sich die Krankenhausfinanzierung ändern muss

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Individualisierte Medizin zu Durchschnittskosten: Man muss kein Mediziner sein, um zu verstehen, dass diese Rechnung nicht aufgehen kann. (Symbolbild) Bild: dpa

Die Ökonomisierung des Krankenhauswesens ist nicht nur ein ethisches Problem, sondern auch ein handfest wirtschaftliches. Ein Gesundheitssystem mit genügend Reservekapazitäten ist auch eine Frage des Überlebens. Ein Gastbeitrag.

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          Vor rund 20 Jahren ergriff die Markteuphorie auch das Gesundheitswesen. Der Exportweltmeister Deutschland müsse in Zeiten der Globalisierung seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und die Lohnnebenkosten senken. Das Mittel dafür? Die Ökonomisierung des deutschen Gesundheitssystems.

          Fortan wurden im Krankenhauswesen sogenannte „Fallpauschalen“ eingeführt – oder im anglophilen Fachchinesisch: Diagnosis Related Groups (DRG). Die Grundidee klingt logisch: Erst werden die möglichen Erkrankungen nebst Behandlungspfaden sauber katalogisiert und codiert, dann aufgrund des Behandlungsaufwandes nach Schweregrad bewertet und anschließend mit den durchschnittlichen regionalen Behandlungskosten, dem Landesbasisfallwert, multipliziert. Eine Lebertransplantation mit Beatmung hat zum Beispiel den Code „A01A“, ist in der Behandlung 20,139-mal aufwendiger als eine durchschnittliche Krankenhausbehandlung (Bewertungsrelation) und bringt einem Krankenhaus in Bayern bei einem Landesbasisfallwert von 3739,35 Euro somit Einnahmen von rund 75.300 Euro.

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