https://www.faz.net/-gqe-9ux7d

IT-Freelancer : Selbständige fordern Schutz vor dem Sozialstaat

Astrid Hamker, Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrates Bild: dpa

Viele IT-Kräfte verdienen gut – bis man sie als „scheinselbständig“ einstuft. Der CDU-Wirtschaftsrat schlägt Alarm. Zusammen mit der FDP möchte man unter anderem eine Schutzzone für Freelancer erreichen.

          3 Min.

          Fachleute für Informationstechnologie und Digitalisierung werden für den wirtschaftlichen Fortschritt dringend gebraucht. Dieser Ansicht ist auch die Bundesregierung: „Wir werden den wissenschaftlichen und technischen Nachwuchs in zukunftsweisenden Fächern verstärkt fördern und ihm aussichtsreiche Perspektiven für die berufliche Entwicklung eröffnen“, verspricht sie etwa in ihrer Hightech-Strategie. Viele der rund 100.000 selbständigen IT-Spezialisten, die Deutschland im digitalen Wandel voranbringen, sehen sich aber in ihrem Arbeitsalltag vom Staat verfolgt – genauer: vom Sozialstaat. Denn Freelancer, Unternehmer ohne Angestellte, müssen stets damit rechnen, dass er sie als „scheinselbständige“ Sozialabgabenhinterzieher verfolgt.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Der Wirtschaftsrat der CDU macht sich nun bei der Regierung dafür stark, das Sozial- und Arbeitsrecht stärker auf die Freelancer auszurichten: Wer ein Einkommen von mehr als 80.000 Euro nachweist oder wer für seine Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber einen staatlich geprüften Mustervertrag für Selbständige abschließt, wäre damit künftig vom Verdacht der Scheinselbständigkeit befreit. Er müsste nicht mehr fürchten, dass ihm der Sozialstaat später unterstellt, sich und seinem Auftraggeber nur die Zahlung von Sozialabgaben ersparen zu wollen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Neuer Mercedes SL : Renner, Roadster, Rentner

          Mit der achten Generation des SL kehrt Mercedes zum Stoffdach zurück und ersetzt den Doppelnamen Mercedes-Benz durch Mercedes-AMG. Die Tochter in Affalterbach baut auch den Wagen. Ein Plug-in-Hybrid ist in Vorbereitung.
          Machtdemonstration: Ein Konvoi russischer gepanzerter Fahrzeuge fährt auf einer Autobahn auf der Krim. .

          Russischer Aufmarsch : Die Ukraine ist von drei Seiten umstellt

          Westliche Dienste sehen mit Unruhe, wie Moskau immer mehr Truppen an die Grenze zur Ukraine verlegt – auch über Belarus und das Schwarze Meer. Mit ihren Waffen sind die Russen schon jetzt überlegen.