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Schulen und Corona : Schüler brauchen jetzt Mentoren

Geduld ist gefragt: Lesepaten helfen schwachen Schülern. Bild: dpa

Wegen der Corona-Schulschließungen sind arme Kinder und Jugendliche weiter abgehängt worden. Mentoring könnte viel bewirken.

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          Margret Schaaf ist erleichtert. „Wir können wieder in die Schulen“, sagt die Erste Vorsitzende des Bundesverbands von Mentor – Die Leselernhelfer. Freilich wagten nicht alle Schulen, wieder Lesepatinnen in ihre Gebäude zu lassen. Wegen der steigenden Corona-Inzidenz könnte diese Bereitschaft nun sogar wieder sinken. Wenn der Verein in die Schulen gehen darf, trifft er dort alle Kinder an, die Schwierigkeiten mit dem Lesen haben. Die Lehrer schlagen dann die Schüler vor, die eine Lesepatenschaft am nötigsten haben; meistens kommen sie aus sozial schwachen Familien.

          Lisa Becker
          Redakteurin in der Wirtschaft

          Als die Schulen schlossen, funktionierten viele Lesepatenschaften nicht mehr. „Wir hatten zunächst keinen Kontakt mehr zu den Kindern“, berichtet Schaaf. In einigen Fällen konnte man über die Schulen in Kontakt kommen und manche dann per Video erreichen – falls die Kinder über die technischen Möglichkeiten verfügten. „In manchen Familien gibt es nur ein Prepaid-Handy.“

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