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Einsparung von Emissionen : Wie die „German Skepsis“ Klimaziele verhindert

Düstere Aussichten? Ein Blick auf das Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde Bild: dpa

Trotz klarer Klima-Diagnose schafft Deutschland es nicht, seine Emissionen zu senken. Die Rezepte liegen auf dem Tisch – warum sind die Widerstände im Land der Tüftler und Ingenieure so groß?

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          Man sprach von der womöglich größten Katastrophe der Geschichte. So ganz erwiesen sei der Nexus zwischen Treibhausgasen und Erderwärmung zwar noch nicht, sagte UN-Umweltdirektor Mostafa Tolba. Aber allein die Furcht trieb sämtliche Industrieländer der Genfer Runde dazu, die Senkung der CO2-Emissionen bis zur Jahrtausendwende zu versprechen. Einzig die Skepsis von Amerikanern und sowjetischer Delegation stand einer handfesten Einigung im Wege. Das war im Herbst 1990.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Fünf Sachstandsberichte und ein Dutzend Sonderberichte des Weltklimarats später ist man schlauer – und ernüchterter. Alles scheint gesagt. Über die überfluteten Inseln, die Dürren, die Stürme, die traurigen Eisbären auf schmelzenden Schollen. Doch die Alarmrufe aus der Forschung verhallten. Eine Kehrtwende hat der Ausstoß von Emissionen in der Welt nicht vollzogen. Einschließlich Methan und Stickstoff sind sie mit 50 Milliarden Tonnen im Jahr so hoch wie nie zuvor.

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