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Nach Pleite : Warum nur rettet der Staat Condor?

Eine Condor-Maschine am Stuttgarter Flughafen. Bild: EPA

Fliegen ist zu billig, klagt die Politik in der Klimadebatte. Trotzdem tut sie alles, damit nur ja keine Fluglinie pleitegeht. Das passt nur schwer zusammen.

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          Flüge sind oft günstiger als die Bahnfahrt zum gleichen Ziel. Das ist der falsche Anreiz mit Blick auf den Klimaschutz. So begründete die Bundesregierung vor einer Woche eine höhere Luftverkehrsabgabe. Sie soll Flüge verteuern, damit die Menschen weniger fliegen, um damit das Klima zu schonen.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          So weit, so gut. Doch dann kam am Montag die Pleite von Thomas Cook. Der britische Reisekonzern meldete Insolvenz an und riss die Fluglinie Condor, seine deutsche Tochtergesellschaft, mit in den Strudel. Ohne sofortige Hilfe vom Staat würde Condor innerhalb weniger Tage auch insolvent, weil keine private Bank in solch einer Situation binnen weniger Tage einen Kredit geben würde. "Wir sind unverschuldet in Not gekommen, unsere Liquidität für den Winter ist in London verbuddelt", klagte Condor-Chef Ralf Teckentrup. Die Bundesregierung und das Land Hessen zögerten nicht lange und gewährten einen staatlich verbürgten Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro von der bundeseigenen KfW-Bank. Das soll die Finanzierung von Condor sichern, bis ein neuer Eigentümer die Fluglinie kauft. Klar ist: "Unabhängig zu bleiben ist keine sinnvolle Lösung", sagt Teckentrup. Mit knapp 60 Flugzeugen ist Condor zu klein dafür.

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