https://www.faz.net/-gqe-9npzj

Medikamentenpreise : Amerikas verrückte Gesundheitskosten

Die Amerikaner treiben die heftigen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen um. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten leisten sich die teuersten Medikamente der Welt. Dass die Preise so hoch sind, liegt am System der Festsetzung.

          4 Min.

          Nicht die Grenzmauer zu Mexiko, nicht der Handelskrieg mit China und nicht der Klimawandel beunruhigt die Amerikaner am stärksten. Es sind vielmehr die heftigen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, die die Amerikaner umtreiben. Das zeigen mehrere Umfragen, zuletzt ein Stimmungsbild der Meinungsforscher von Pew Research im Januar. Fast jeder zweite Amerikaner fürchtet, eine schwere Krankheit könnte ihn finanziell ruinieren. 65 Millionen Amerikaner haben im vorigen Jahr von einer medizinischen Behandlung abgesehen, weil sie zu hohe Kosten fürchteten, sagt eine neuere Gallup-Umfrage. Und Präsident Donald Trump hat via Twitter und in Reden mehrfach gegen die Preise von Pharmakonzernen gewettert.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Schockmeldungen über gewaltige Krankenhausrechnungen und exorbitant anmutende Medikamentenpreise geistern in regelmäßigen Abständen durch die Medien. Den jüngsten Beitrag zum generellen Missbehagen lieferte der Pharma-Konzern Novartis, der ein Mittel gegen eine Muskelschwund-Krankheit bei Babys entwickelt und dafür einen Listenpreis von mehr als 2 Millionen Dollar für die einmalige Spritze festgesetzt hat.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nur mit einer inhaltlichen Zuspitzung kann sich Annalena Baerbock noch behaupten, findet die Berliner Agentur „Super an der Spree“.

          Annalena Baerbock : Ist der Wahlkampf der Grünen noch zu retten?

          Der Wahlkampf läuft schlecht für die Grünen, das Ansehen der Spitzenkandidatin ist am Boden. Wir haben einen Kampagnen-Experten gefragt: Was kann die Partei jetzt noch tun, um sich zu fangen?