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Böse Überraschung : Warum Kurzarbeitern Steuernachzahlungen drohen können

Die Corona-Krise hat nicht nur den Maschinenbau belastet: Viele Deutsche sind oder waren in Kurzarbeit. Bild: dpa

Das Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, doch wer die Leistung bezieht, muss eine Steuererklärung abgeben: Es drohen Nachzahlungen, wenn etwa ein wenig weitergearbeitet wird oder der Partner gut verdient.

          3 Min.

          Es ist eine extrem komplexe Materie, aber es lohnt sich, sich mit ihr zu beschäftigen, denn sie betrifft den Geldbeutel von Millionen Menschen in Deutschland: Wie wirkt sich die Kurzarbeit auf die zu zahlende Einkommensteuer aus? Nicht wenige Deutsche dürften, nachdem diese Frage beantwortet worden ist, ein böse Überraschung erleben, weil auf sie eine Nachzahlung zukommt.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Warum das so ist? Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt, für die übrigen Einkünfte ist ein höherer Steuersatz maßgeblich. Je höher diese Verdienste sind, umso mehr wirkt sich der Progressionsvorbehalt aus. Bei zusammen veranlagten Eheleuten gehört dazu auch das Einkommen des Partners. Zugleich sichert sich der Fiskus seine Ansprüche über die Lohnsteuer, so dass manche Betroffene zunächst zu viel zahlen und später Geld vom Finanzamt zurückbekommen. Es kann also sowohl zu Steuernachzahlungen wie auch zu Erstattungen kommen.

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