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Klimaproteste in Südafrika : Kap der rußigen Kohle

Im Einsatz auf der Straße: Ruby Sampson (links) and Ayakha Melithafa an der Spitze einer Demonstration Bild: SYDELLE WILLOW SMITH/The New Yor

Südafrika verspricht zwar eine Energiewende, plant aber neue CO2-Schleudern. Jetzt gehen auch dort die Jugendlichen auf die Straße. Der Präsident hat sie immerhin gehört.

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          Eigentlich schreibt Ruby Sampson gerade das Matrik, die Schulabschlussprüfung in Südafrika. Doch an diesem Freitag führte die 17 Jahre alte Kapstädterin die Demonstration von Tausenden Jugendlichen gegen den Klimawandel in der Küstenstadt an. Sampson ist die „Jugend-Klimabotschafterin“ Südafrikas bei den Vereinten Nationen, eine Art südafrikanische Greta Thunberg. Seitdem sie mit ihren Eltern im Alter von 11 Jahren durch Afrika reiste, interessiert sie sich für den Klimaschutz, organisiert Kundgebungen, gründete die African Climate Alliance, die unter anderem die Fridays-for-Future-Demonstrationen in Südafrika organisiert. „Ich habe auf der Reise mit eigenen Augen die Folgen des Klimawandels gesehen“, erzählte sie, „in Namibia haben Hirten ihrem Vieh getränkte Pappe wegen der Dürre zu essen gegeben.“

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          Der Klimawandel ist auch im südlichen Afrika ein großes Thema. Wirbelstürme in Moçambique, Überschwemmungen und Dürren in mehreren Ländern: Schon jetzt erleben die Menschen dort hautnah, wie Klimaänderungen und Naturkatastrophen das Leben verändern. Kapstadt wäre im vergangenen Jahr beinahe als erstem Küstenort auf der Welt das Wasser ausgegangen. Wissenschaftler von der Universität Kapstadt (UCT) warnten, dass eine solche Dürre nun alle 15 Jahre zu erwarten sei statt wie bisher vermutet alle 50 Jahre.

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