https://www.faz.net/-gqe-adpey

Neue EU-Institution : Frankfurt hofft auf Geldwäschebehörde

Allein der schöne Blick auf die Frankfurter Skyline wird die Standortwahl nicht entscheiden. Bild: Hannah Aders

Geht die Europäische Union bald von Frankfurt aus gegen Geldwäsche vor? Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen. Es sind aber auch andere Städte im Rennen.

          4 Min.

          Erst in der kommenden Woche werden die Pläne der EU-Kommission offiziell, mit einem großen Gesetzespaket den Kampf gegen die Geldwäsche auf neue Füße zu stellen. Aber schon länger ist klar, dass zu diesem Paket auch der Vorschlag gehören wird, eine neue EU-Behörde zu gründen, die ausschließlich diesem Zweck dienen soll. Deshalb haben die möglichen Standorte längst begonnen, für sich zu werben.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Hessens Europaministerin Lucia Puttrich erklärte am Wochenende, die hessische Landesregierung bemühe sich seit Längerem um eine Ansiedlung in Frankfurt. „Leicht umzusetzen ist dieses Ziel aber nicht. Die Konkurrenz durch andere europäische Metropolen ist groß.“ Für Frankfurt spreche nicht nur der Flughafen, sondern auch der „größte Internetknotenpunkt Europas“. Hinzu komme, dass auch die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Sitz in Frankfurt habe und über „oft international ausgebildete Mitarbeiter“ verfüge. Deshalb müsse Hessen auf Frankfurt aufmerksam machen – „in Brüssel, aber auch in Berlin“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.
          Eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach wird mit einer Flüssiggasheizung kombiniert.

          Nachhaltig Wohnen : Unruhe unter Dämmern

          Die Dämmstoffindustrie ist alarmiert. Bauminister rücken von der einseitigen Ausrichtung an der Gebäudedämmung ab. Die Koalitionäre in Berlin sprechen von technologieoffenen Maßnahmen. Ein Paradigmenwechsel steht an.