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FAZ Plus Artikel Ostdeutsche Wirtschaft : Warum es falsch ist, es allen recht machen zu wollen

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Es war nicht alles schlecht in der DDR. Es ist aber auch heute nicht alles schlecht. Bild: dpa

Im Osten fehlt es nicht so sehr an Arbeitsplätzen, sondern vor allem an Arbeitskräften. Doch die Politik will gleich alle Wähler beglücken, anstatt schon funktionierende Standorte noch attraktiver zu machen.

          Es ist eine Mischung aus Erinnerungen und Enttäuschungen, die sich derzeit durch die öffentliche Debatte in Ostdeutschland zieht. Als die SPD kürzlich zu ihrem „Ostkonvent“ nach Erfurt lud, schwärmte Parteichefin Andrea Nahles von den vielen Kitaplätzen und Polikliniken, die es zu Zeiten der DDR gab. Der Trabi ist in den Augen mancher Sozialdemokraten nicht länger Symbol einer staatlichen Mangelwirtschaft, sondern steht für Zuverlässigkeit. In Berlin fordern derweil Linke und Grüne die Enteignung privater Wohnungsunternehmen – war die Welt nicht eine viel bessere, als Wohnungen noch Staatseigentum waren? Auch in sogenannten Erzählsalons leben die alten Zeiten wieder auf. Wirtschaftsgrößen und Politiker aus der DDR erzählen dort Geschichten des Umbruchs. Und freuen sich, dass ihnen bald dreißig Jahre nach dem Mauerfall endlich mal jemand zuhört.

          Woher kommt diese neue Ostalgie? Und vor allem: Wo führt sie hin? Zunächst einmal zu drei Landtagswahlen. Sowohl in Brandenburg, Sachsen als auch in Thüringen wird im Herbst gewählt. In allen drei Bundesländern kommt die AfD derzeit in Umfragen auf knapp 20 Prozent oder mehr. Die allgemeine Unzufriedenheit rührt nicht zuletzt aus der Abwicklung der DDR-Betriebe durch die Treuhand, die viele Menschen in der Rückschau wie eine feindliche Übernahme empfinden. CDU und SPD versuchen schon lange nicht mehr, solche Vorwürfe mit sachlichen Argumenten zu entkräften. Zu emotional ist die Debatte. Zuhören lautet das Gebot der Stunde, gefolgt von: Geld versprechen.

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          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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