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Ende der Covid-Regeln : Unsicherheit vor dem „Freiheitstag“ in England

Warten auf die Lockerung: Pendler in London Bild: Bloomberg

Die Regierung von Boris Johnson bleibt dabei, alle Corona-Restriktionen zu beenden. In der Wirtschaft sind aber viele hin- und hergerissen wegen der Lockerung.

          3 Min.

          Angesichts steigender Corona-Fallzahlen verfolgt die britische Wirtschaft das nahe Ende aller Covid-Restriktionen in England mit gemischten Gefühlen. Einerseits wünscht sie, dass die hohe Impfquote als „Schutzmauer“ es erlaubt, wieder zu einer gewissen Normalität zurückzukehren. Aber die Warnungen vor einer neuen großen Corona-Welle, die auch auf die Krankenhäuser überschwappt, beunruhigt doch viele. Die Kurve der Neuinfektionen zeigt steil nach oben.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Regierungschef Boris Johnson bleibt dabei, dass am nächsten Montag die letzten gesetzlichen Restriktionen fallen sollen. Vom „Freiheitstag“ sprechen die konservativen Tories, die darauf gedrungen haben. Johnson hat bestätigt, dass am 19. Juli die Ausnahmeregeln in England enden – etwa die Pflicht zum Masketragen in Gebäuden und das Abstandsgebot von einem Meter in Gaststätten. Kate Nicholls, die Chefin des Restaurant- und Pub-Verbands Hospitality UK, sprach von einer „riesigen Erleichterung für die Gastronomiebetriebe“. Sie hoffen, wieder zu einem normalen Geschäft zurückzukehren. Erstmals seit sechzehn Monaten könnten sie dann endlich wieder profitabel arbeiten.

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