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„Respektrente“ : Wer lange arbeitet, ist selten arm

Tafel in Frankfurt: Rentner sind seltener bedürftig als andere. Bild: Michael Braunschädel

Trotz scharfer Kritik steht die SPD weiter hinter ihrem neuen Rentenmodell. Als Begründung dafür verweist die Partei auf die wachsende Angst vor Altersarmut. Ist diese Sorge berechtigt?

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          Die Grundrente für Geringverdiener wird zum Zankapfel in der schwarz-roten Koalition. Ein wesentlicher Antrieb für die Politik, überhaupt über milliardenteure Rentenaufschläge nachzudenken, ist die Sorge vor (wachsender) Altersarmut. Aber wie groß und berechtigt ist diese Sorge überhaupt?

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Für die Politik zählen da nicht nur nackte Zahlen und Prognosen, sondern auch die vermeintlich sehr starken Befürchtungen der Wähler. Doch die Angst vor Altersarmut ist in der Bevölkerung sehr unterschiedlich stark verbreitet, wie eine neue Studie zeigt. Unter Rentnern und in den rentennahen Jahrgängen der Babyboomer ist die Stimmung gelassen: 75 Prozent der Deutschen im Alter von 50 bis 79 Jahren sagen, dass sie im Hinblick auf ihre eigene Altersvorsorge ein „voll und ganz“ oder „eher“ positives Gefühl haben. Jüngere machen sich deutlich mehr Sorgen. Dennoch haben immerhin auch in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) ein gutes Gefühl. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Untersuchung im Auftrag der Team-Bank der Genossenschaftlichen Volksbanken Raiffeisenbanken.

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