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Es brodelt in Emmerthal: 2015 bildete sich eine Bürgerinitiative gegen das Windkraftprojekt. Bild: F.A.Z.

Kampf gegen Windkraft : „Das ist eine scheußliche Belastung“

  • -Aktualisiert am

Zerstörte Landschaften, geschredderte Vögel, krank machender Lärm: Die Front gegen Windräder wird größer. Ein Projekt im Weserbergland zeigt das ganze Ausmaß der Kontroverse. Doch nicht nur dort brodelt es.

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          Dem Schlossherrn fehlt die Hoffnung. „Ich fühle mich alleingelassen und habe resigniert“, sagt Lippold von Klencke. Alle seine Bedenken seien von den Behörden abgetan worden. Auf dem Tisch vor ihm liegen Briefe, die er geschrieben hat. Ernsthaft befasst habe sich niemand mit seinen Argumenten. Auch die für den Denkmalschutz zuständigen Stellen hätten ihn nicht unterstützt. Und so hadert von Klencke mit dem, was kommen wird.

          Hinter einer bewaldeten Höhe werden gerade acht riesige Windkraftanlagen montiert. Jede hat eine Höhe von 217 Metern. Das Projekt sorgt auch aufgrund der speziellen Lage an einem der wichtigsten Stromnetzknotenpunkte Norddeutschlands für erheblichen Zündstoff. Und es zeigt beispielhaft den immer größer werdenden Widerstand der Bevölkerung gegen besonders auffällige Auswirkungen der Energiewende.

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