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Geschäftsleute im Ausland : Warum Deutsche in Vietnam keinen Impfstoff bekommen

Sie haben Glück: Vietnamesische Beschäftigte warten auf eine Impfung mit AstraZeneca-Vakzin. Bild: Bloomberg

Sie sind die Vorreiter der Globalisierung: deutsche Geschäftsleute im Ausland. Impfungen bekommen sie dort aber keine, nicht mal, wenn der Arbeitgeber dafür zahlt. Nun machen Deutsche in Vietnam in einem Brandbrief ihrem Ärger Luft.

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          Ärger und Enttäuschung deutscher Geschäftsleute im Ausland über das Impfprogramm der Bundesregierung steigen. Beispiel Vietnam: Hier melden sich die Entsandten deutscher Unternehmen nun mit einem Brandbrief. Darin heißt es: „Viele fühlen sich als Bürger dritter Klasse und vom Auswärtigen Amt im Stich gelassen.“ Der Hintergrund: Berlin sendet keinen Impfstoff an die Deutschen im Ausland, die in der Regel für deutsche Unternehmen tätig sind. Nicht einmal dann, wenn Arbeitgeber für den Impfstoff zahlten.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Vietnam wird, wie ganz Südostasien, von einer Corona-Welle heimgesucht, auf die es keine Antwort findet. Die Probleme der Auslandsdeutschen ähneln sich in vielen Ländern. Die Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt und viele Provinzen sind im Lockdown – Menschen dürfen nur noch in den Supermarkt oder zum Arzt. Hundehalter wurden schon bestraft, wenn sie ihr Tier Gassi führten. Ein Deutscher erzählt, in seinem Hochhaus seien die Aufzüge abgestellt; brauche er Lebensmittel, müsse er 26 Stockwerke klettern.

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