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Amerikas Immobilienmarkt : Der Traum vom Eigenheim rückt in weite Ferne

  • -Aktualisiert am

Wahlkampfthema Einfamilienhaus: Immer öfter schlagen Finanzinvestoren zu, und private Interessenten gehen leer aus. Bild: AP

Amerikas Häusermarkt wird zunehmend von Profiinvestoren dominiert. Private Kaufinteressenten haben gegen die finanzkräftigen Beteiligungsgesellschaften kaum Chancen.

          3 Min.

          Die in weniger als anderthalb Jahren anstehenden amerikanischen Präsidentschaftswahlen werfen auch im Immobilienmarkt ihre Schatten voraus. Die Debatte um bezahlbare Wohnungen ist vor allem für die demokratischen Herausforderer von Donald Trump ein wichtiges Thema. Nahezu jeder Kandidat hat Vorschläge unterbreitet, um Wohnungsnot und die hohen finanziellen Belastungen für Mieter zu reduzieren. Die Senatorin Elizabeth Warren will drei Millionen neue Häuser und Wohnungen bauen. Ihr Kollege Cory Booker setzt auf erstattungsfähige Steuergutschriften für Leute, die mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete verwenden.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Für amerikanische Präsidentschaftswahlen ist das ein ungewöhnliches Thema. Aber die angesichts des knappen Angebots weiter steigenden Häuserpreise machen Häuser für Amerikaner immer weniger erschwinglich – auch wenn die wieder gefallenen Hypothekenzinsen zuletzt für etwas Linderung sorgten. Im Mai waren die Verkäufe von bereits existierenden Einfamilienhäusern, also ohne Berücksichtigung von Neubauten, gegenüber dem Vormonat erstmals seit zwei Monaten wieder gestiegen, heißt es beim Maklerverband National Association of Realtors (NAR). „Die Kaufkraft wird von fallenden Hypothekenzinsen gestützt, und Hauskäufer reagieren darauf“, sagte NAR-Chefökonom Lawrence Yun. Insgesamt ist der Markt aber weiter von zunehmendem Wohnungsmangel geprägt. Seit der Finanzkrise wurden weniger neue Häuser gebaut, insbesondere in der günstigeren Einstiegskategorie. „Es müssen mehr Häuser gebaut werden“, sagt Yun. „Andernfalls laufen wir Gefahr, den Häusermangel noch zu vergrößern. Eine wachsende Zahl von Familien aus der Mittelschicht wird sich nie ein Haus leisten können.“

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