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Paul Ziemiak : Warum der Chef der Jungen Union Merkel nicht kritisiert

Paul Ziemiak, 32, Vorsitzender der Jungen Union. Er war drei Jahre alt, als er 1988 auf dem Schiff aus Polen in Travemünde eintraf. Bild: Hans Christian Plambeck/laif

Paul Ziemiak, Chef der Jungen Union, stichelt gegen Merkel. Aber bloß nicht zu viel: Das könnte ja der Karriere schaden. Denn die hat in der CDU durch Konfrontation noch keiner gemacht.

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          Den Koalitionsvertrag findet er inzwischen okay. „Ich werde zustimmen“, sagt der Vorsitzende der Jungen Union mit treuherzigem Augenaufschlag, „ohne Leidenschaft und ohne Sympathie, aber aus Verantwortung dafür, dass dieses Land eine stabile Regierung braucht.“ Auch gegen die Kanzlerin, beteuert Paul Ziemiak, der 32 Jahre zählende Jungpolitiker aus Iserlohn, habe er im Grunde kaum etwas einzuwenden. „Es ist doch gar keine Frage für uns, dass wir Angela Merkel als Bundeskanzlerin, auch als Parteivorsitzende wollen, auch für die nächsten vier Jahre.“ Schließlich habe man ja auch Wahlkampf für sie gemacht.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          In der Woche davor klang das noch ganz anders. „Ich sehe in dem bislang bekanntgewordenen Tableau keine echte Erneuerung für die CDU“, hatte Ziemiak nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen geschimpft. Die Stimmung an der Basis sei „mehr als schlecht“, sagte Ziemiak, die Kanzlerin müsse den Mut haben, „auch kritische Leute zu Ministern zu machen“.

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