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Der Brexit muss kommen : Genug des Dramas!

  • -Aktualisiert am

Wehende Flaggen von Großbritannien und der EU in London Bild: dpa

Theresa May ist noch nicht geschlagen. Doch nun wird es Zeit, den Brexit endlich zu vollziehen. Europa muss sich wieder mit wichtigeren Dingen beschäftigen können.

          Wichtige Entscheidungen brauchen eine große Portion Drama. So lautet eine der Grundregeln, nach denen die Europäische Union funktioniert. Das galt für die Griechenland-Krise, als die Griechen erst vor geschlossenen Banken stehen mussten, bevor der Durchbruch gelang. Das gilt für den Brexit, wo offenbar der Absturz von der Klippe, der ungeordnete Austritt, den Briten direkt bevorstehen muss, damit sich in London etwas bewegt. Elf Tage sind es bis zum Austrittsdatum. Dennoch gibt es keinen Grund zur Panik. Für die britische Premierministerin Theresa May läuft zwar nicht alles nach Plan, aber die Richtung stimmt. Das weitverbreitete Urteil, sie habe längst die Kontrolle verloren, ist schlicht falsch.

          Die Ereignisse der vergangenen Tage waren orchestriert. Zunächst kam die EU May am Abend vor dem Unterhausvotum über den Brexit-Vertrag entgegen. Das war substantiell nichts wert, aber symbolisch wichtig. Die Niederlage tags darauf hat May einkalkuliert, wenn auch nicht in dieser Höhe. Immerhin gab es weniger Gegenstimmen als im Januar. Die anschließenden Voten gegen einen „No-Deal-Brexit“ und für die Verschiebung des Austritts bildeten die Basis für Mays nächsten taktischen Schritt. Sie stellte das Unterhaus vor die Wahl: Entweder ihr stimmt bis zum kommenden Mittwoch – dem Tag vor dem nächsten und letzten (?) EU-Gipfel vor dem 29. März – doch noch zu. Dann beantrage ich in Brüssel eine kurze Verschiebung, um das umzusetzen.

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          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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