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Klöckners neues Weingesetz : Große Lagen, großer Streit

  • -Aktualisiert am

Lese in einem Weinberg im Rheingau. Bild: Frank Röth

Hinter Oleanderkübeln und Sandsteinmauern ist die Welt der Winzer voller Vorschriften. Ein neues Gesetzesvorhaben schießt über das Ziel hinaus – und wird kaum zur Vereinfachung beitragen.

          3 Min.

          Von Frankreich lernen, heißt siegen lernen. In der Weinwirtschaft ist das so. Die Franzosen verstehen sich nicht nur auf das Weinmachen, sie können vor allem verkaufen. Vom Premier Cru über „einen Bordeaux“, der bis heute als Spezialität durchgeht, obwohl im Bordelais so viele Weinreben stehen wie in ganz Deutschland, bis zum „Beaujolais Primeur“, dessen Ankunft in Tanklastwagen selbst der Tagesschau lange einen Bericht wert war. Am eindrucksvollsten zeigen die Champagnerhäuser, wie man es macht. Obwohl der Absatz wegen der geschlossenen Gasthäuser stark sinken dürfte, bleibt der Preis stabil.

          Kellereien und Winzer haben sich ungeachtet voller Rebstöcke gerade auf erheblich niedrigere Produktionsmengen geeinigt. Weil sie die Region kontrollieren – Champagner ist ein geschützter Begriff –, können sie das Angebot verknappen. Hier handeln die Champagner-Macher wie die Opec.

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