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Wahlkampf : Warum Baerbock und Scholz im reichen Potsdam antreten

  • -Aktualisiert am

Besucherinnen vor dem Schloss Sanssouci in Potsdam Bild: dpa

Zwei der drei Kanzlerkandidaten treten in Potsdam an: Annalena Baerbock und Olaf Scholz. Das sagt einiges über Deutschland und seine Luxusprobleme. Eine Erkundung vor Ort.

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          Wer etwas über Potsdam erfahren will, muss vielleicht einen Immobilienmakler fragen. Die Firma Dahler & Company ist auf Luxusobjekte spezialisiert, gern mit Seezugang, in jedem Fall mit viel Grün. Als Erstes führen sie zu einer Villa an den Hängen des Pfingstbergs. Zu Füßen des Swimmingpools plätschert ein künstlicher Wasserfall. Der Käufer, ein Mediziner, ist glücklich über sein frisch erworbenes Paradies.

          „Potsdam ist mit Abstand die teuerste Stadt Ostdeutschlands, sozusagen das München des Ostens“, sagt Phillip Carstens, Gesellschafter der Maklerfirma. „Für Seegrundstücke gilt das noch mehr: Wasser ist magisch, am Wasser kann man fast jeden Preis durchsetzen.“ Und sein Kompagnon Stefan Hamann ergänzt: „In den Neunzigerjahren bekam man in Babelsberg noch eine unsanierte Villa am Wasser für 300 000 Mark. Zehn Jahre später gingen die Preise schon in Richtung einer Million. Heute gibt es für eine sanierte Villa mit Wassergrundstück keine Obergrenzen mehr. Da zahlen Sie von sechs Millionen Euro an aufwärts, teilweise sogar bis zu zehn Millionen.“

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