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iPhone-Hersteller : Wann ist Apple 1.000.000.000.000 Dollar wert?

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Das Firmenlogo im Apple Store in New York Bild: AFP

Die großen Technologiekonzern werden noch größer, haben Google & Co. gerade gezeigt. Einer folgt nun – und könnte ganz neue Maßstäbe setzen.

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          Die Unternehmen Alphabet (Google), Microsoft und Amazon haben vor wenigen Tagen schon vorgelegt: Sie veröffentlichten bessere Geschäftszahlen als gedacht, ihre Aktienkurse stiegen. Das hat schnell noch einmal jeden daran erinnert, dass die Technologiebranche gegenwärtig der florierende und angesagte Wirtschaftszweig schlechthin ist – die fünf wertvollsten Unternehmen an der Wall Street sind längst keine Ölmultis, Industrie-Ikonen oder Großbanken mehr.

          Amazon-Gründer Jeff Bezos ist infolge der überraschend guten Zahlen auf dem Papier mal eben um fast 7 Milliarden Dollar reicher geworden. Und hat sich mit einem geschätzten Vermögen von 93 Milliarden Dollar an die Spitze der Reichen-Rangliste geschoben, die der Finanzdienst Bloomberg laufend ermittelt. Damit ist Bezos übrigens an Microsoft-Mitgründer Bill Gates vorbei gezogen, dessen Reichtum nun 88 Milliarden Dollar groß sein soll.

          So groß diese Summen sind und so gewichtig die Unternehmen an der Börse derzeit daherkommen – ein Konzern übertrumpft sie dort deutlich: Apple. 130 Milliarden Dollar ist der iPhone-Hersteller an der Börse derzeit mehr wert als die Alphabet-Holding rund um die Suchmaschine Google. Und die 130 Milliarden Dollar sind noch in einer anderen Hinsicht eine interessante Größe – wenig mehr als diese Summe trennt Apple noch davon, als erstes Unternehmen überhaupt auf einen Börsenwert von 1 Billion Dollar (ausgeschrieben 1.000.000.000.000) zu erreichen.

          Hoffentlich seid ihr Deutschen stolz auf euch, sagt Tim Cook im FAZ.NET-Interview.

          Wird Apple das schaffen? Gut möglich. In diesem Jahr ist der Apple-Aktienkurs um mehr als 40 Prozent gestiegen; stiege er von diesem Niveau aus um weitere 20 Prozent, dann wäre es erreicht. Aufschluss geben wird die Konzernführung um den Vorstandsvorsitzenden Tim Cook zunächst mit den neuen Geschäftszahlen, die sie am 2. November mitteilen.

          Apple

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          Entscheiden wird sich das aber vornehmlich maßgeblich an jenem Produkt, dass Apples Erfolg in den vergangenen Jahren wesentlich ausgemacht hat, am iPhone. Wie sehr die Menschen dieses Gerät, das in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag erlebte, rund um den Globus wollen, davon hängt für Apple (fast) alles ab.

          Ein Zahlenvergleich zeigt eindrücklich, was das iPhone bedeutet: Apple machte damit im vergangenen Jahr mehr Umsatz als der deutsche Premium-Autohersteller BMW mit allen seinen verkauften Wagen. Oder als der Versicherer Allianz, der Industriekonzern Siemens oder die Deutsche Post. Und dabei geht es „nur“ um die Umsätze. Der Blick auf die Gewinne ist noch einmal aufreibender – Apple meldete zuletzt einen Quartalsgewinn von 8,7 Milliarden Dollar in drei Monaten – eine regelrechte Gelddruckmaschine.

          Nun steht in dieser Hinsicht eine kleine Revolution bevor. Denn Während das iPhone 8 im Grunde „nur“ eine Verbesserung der vorherigen Version war, ist das neue iPhone X eine echte Neuerung. „Gesichtserkennung mit Face ID, rahmenloses Display, Kamera mit Augmented Reality, kabelloses Aufladen und einige andere Funktionen hat die Konkurrenz in dieser Perfektion nicht zu bieten“, lautet ein Fazit des Gerätetests auf FAZ.NET. Das Gerät werde die neue Referenz für Oberklasse-Handys sein. „iPhone X, das ist wirklich die Zukunft“, sagte Apple-Chef Tim Cook während er das Handy unlängst vorstellte.

          Kosten wird ein iPhone X deutlich mehr als 1000 Dollar, am Freitag kommt das Gerät in die Läden. Wie reagieren die Kunden? Das wird weitere Erkenntnis bringen darüber, ob und wann Apple zum Billionen-Dollar-Konzern wird.

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