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Nach Meloni-Wahl in Italien : Wirtschaft hofft auf Stabilität in Rom

Wahlsiegerin Giorgia Meloni Bild: AP

Die Wirtschaft klatscht Beifall für Entlastungen durch die wohl künftige italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Doch es herrschen Sorgen vor Spannungen in der EU.

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          Die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben verhalten, aber nicht durchweg negativ auf den Wahlausgang in Italien reagiert. Der Sieg der Mitte-Rechtskoalition war aufgrund der Umfragen weitgehend erwartet worden. Der Mailänder Aktienindex FTSE-MIB lag am Montagnachmittag mit einem guten Prozent im positiven Bereich. Die Renditen italienischer Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit stiegen bis auf 4,51 Prozent. Der Zinsabstand zwischen zehnjährigen Staatsanleihen aus Italien und Deutschland legte rund 8 auf 240 Basispunkte zu. Der Wechselkurs des Euros zum Dollar gab zeitweise nach auf ein 20-Jahres-Tief von 0,9565 Dollar.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.
          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Koalition der Rechtsparteien Fratelli d’Italia und Lega sowie der Mitte-Rechtspartei Forza Italia von Silvio Berlusconi hat ein Wirtschaftsprogramm ausgearbeitet, das für Unternehmen Entlastungen von Steuern und Abgaben vorsieht, um Anreize für mehr Beschäftigung zu schaffen. Das wird ebenso begrüßt wie die klaren Mehrheitsverhältnisse, die für eine Weile politische Stabilität garantieren können.

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