https://www.faz.net/-gqe-acdft
Bildbeschreibung einblenden

Wahlprogramme : Erst streiten, dann koalieren

Skeptisches Beäugen: CDU Kanzlerkanidat Armin Laschet und die Kanzlerkandidatin der Grünen Annalena Baerbock Bild: EPA

CDU und Grüne entscheiden in diesen Tagen über die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Ihre Wahlprogramme sollen nach Konfrontation klingen – und trotzdem Raum für Kompromisse lassen.

          6 Min.

          In dieser Woche, so viel steht jetzt schon fest, entscheidet sich ein Stück weit die Zukunft der deutschen Volkswirtschaft: Die beiden Parteien, die das Land mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in den kommenden vier Jahren regieren werden, klopfen ihre Wahlprogramme fest. In Zeiten, in denen die Wunschlisten hinterher in immer dickere Koalitionsverträge gegossen werden, legen sie damit den Pfad des künftigen Regierens schon ziemlich stark fest.

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Seit die FDP beinahe daran zugrunde gegangen wäre, dass sie 2009 ihren Wunsch nach Steuersenkungen nicht durchsetzte, steht für alle Parteien fest: Zentrale Wahlversprechen muss man auch umsetzen. Die Kunst besteht darin, kontroverse Positionen für den Wahlkampf aufzubauen – und Kompromisse für die Zeit danach nicht zu verbauen. Noch nie haben sich in der Geschichte der Bundesrepublik zwei Kanzlerkandidaten ein Kopf-an-Rennen geliefert, die wie Armin Laschet und Annalena Baerbock ganz offen auf ein mögliches Bündnis zusteuern.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Besuch in Flutgebieten : Laschet erlebt die Wut

          Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen besucht Orte, die hart von der Flut getroffen wurden. Da entlädt sich der Ärger von Betroffenen.
          Die Ästhetik von rechtsextremen Influencerinnen passt in die heile Instagram-Welt aus modisch gekleideten Menschen, Tierjungen und Traumstränden. (Symbolfoto)

          Rechtsextreme Influencerinnen : Das nette Nazi-Mädchen von nebenan

          Rechtsextreme Influencerinnen suchen in den sozialen Medien nach Anhängern. Mit Frisurentipps, Backrezepten und Aufnahmen vor grünen Landschaften wirken sie zunächst unverfänglich – doch der Schein trügt. Eine Recherche.
          Bloß nicht zu lange aufbewahren: Hier warten Geldscheine noch auf ihren richtigen Einsatz.

          Geldanlage : So trotzen Sie den Strafzinsen Ihrer Bank

          Negativzinsen auf Bankguthaben sind in der Mitte des Volkes angekommen. Sollten auch Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrem schönen Geld stattdessen machen sollen, beflügeln Sie vielleicht diese Anregungen.