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Wahlprogramm der Union : Adenauer reicht nicht mehr

Im Wahlkampf: Der Kanzlerkandidat der Union und CDU-Vorsitzende Armin Laschet Bild: dpa

Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, einfach Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken – und abzuwarten, wie sich die Konkurrenz um Kopf und Kragen redet. Tatsächlich muss er mehr tun.

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          Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, wie weiland Konrad Adenauer im Bundestagswahlkampf des Jahres 1957 Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken, auf den Ruf der Union als politische Kraft der Beständigkeit und der Mitte zu vertrauen und ansonsten ruhig zuzusehen, wie sich das Spitzenpersonal der Konkurrenz um Kopf und Kragen redet.

          So einfach geht es im Jahre 2021 allerdings nicht, auch wenn heute von der Union gebrauchte Begriffe wie „Sicherheit im Wandel“ oder „Maß und Mitte halten“ aus der Adenauerzeit stammen könnten. Zum einen erfordern die aktuellen und künftigen Herausforderungen Antworten, obgleich sich die Union traditionell eher als Kanzlerwahlverein denn als Entwicklerin programmatischer Entwürfe versteht. Zum anderen hat ihr Ruf als Zentrum politischer Beständigkeit in den Jahren der Kanzlerschaft Angela Merkels gelitten.

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