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Wahlkampf in Amerika : Der Kampf um die Vorstädte

Heimat des amerikanischen Traums: In diesem Vorort in Ohio scheint es auch Anhänger der Demokraten zu geben. Bild: AP

Die alten Hochburgen der Republikaner sind bedroht. Grund dafür sind demografische Veränderungen. Jetzt muss Trump um einst sichere Stimmen kämpfen.

          4 Min.

          Donald Trump verstellt seine Botschaften nicht künstlich: „Darf ich Sie um einen Gefallen bitten, Vorstadt-Frauen? Könnten Sie mich bitte mögen“, bat der wahlkämpfende Präsident auf einer Kundgebung im Bundesstaat Pennsylvania. Trump kämpft um die Stimmen in Amerikas Vorstädten. Seine Botschaften sind nicht subtil. „Sie wollen die Vorstädte zerstören“, warnt er und meint Joe Biden, dessen Demokratische Partei und die „Black Lives Matter“- Bewegung. „Menschen haben ihr ganzes Leben dafür gearbeitet, in eine Vorstadtgemeinde zu kommen. Nun müssen sie mit ansehen, wie alles zur Hölle geht. Aber nicht mit mir“, sagt Trump.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Vorstädte sind in den Vereinigten Staaten nicht nur eine geographische Kategorie, sondern eine Identität, sagt Ernest McGowen, Politikprofessor an der Universität von Richmond. Dabei gehe es um das Erreichte. Wer es hierher geschafft habe, ermögliche seinen Kindern gute Schulen, viele Freizeitangebote und sichere Straßen. Trump hat die Bedeutung erfasst. „Amerikas Vorstädte sind ein leuchtendes Beispiel für den amerikanischen Traum“, schreibt er in einem Beitrag für das „Wall Street Journal“. Die Linke wolle den American Dream stehlen.

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