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Christian Müßgens

Bürgerschaftswahl in Hamburg : Zwischen Cum-Ex und grünem Hafen

Aus dem Duell mit der CDU ist für die Hamburger SPD längst ein Zweikampf mit den Grünen geworden. Bild: EPA

Peter Tschentscher wird Hamburg wohl weiterregieren. Doch obwohl er den Angriff der Grünen aufs Rathaus wohl abwehren kann, muss er sich ihren Themen öffnen. Das heißt nicht unbedingt Gutes für den Hafen und die Wirtschaft.

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          Für Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher läuft es besser als erwartet. Vor der Bürgerschaftswahl an diesem Sonntag sehen die Umfragen seine SPD trotz einiger Stimmenverluste als stärkste Kraft. Damit setzt sich der Nachfolger des früheren Stadtoberhaupts Olaf Scholz nicht nur vom Bundestrend ab – er hält auch seinen Koalitionspartner, die Grünen, auf Abstand, die vor einigen Wochen noch gleichauf mit der SPD lagen und sich anschickten, ihre Spitzenkandidatin Katharina Fegebank zur ersten grünen Bürgermeisterin zu machen. Der rasante Zulauf der Ökopartei scheint gebremst.

          Zwei Menschen indes könnten Tschentscher noch Stimmen kosten: Greta Thunberg und der Bankier Christian Olearius. Wenn die junge Klimaaktivistin Thunberg am Freitag zu einer Demonstration der „Fridays for Future“-Bewegung nach Hamburg kommt, könnte das den Grünen wieder Auftrieb geben. Olearius wiederum, Gesellschafter der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, wirkt auf umgekehrte Weise und macht der SPD im Zusammenhang mit umstrittenen Cum-Ex-Geschäften zu schaffen.

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