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Währungen : Euro-Referendum in Schweden

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Die Schweden sollen im kommenden Jahr per Volksabstimmung über die Einführung des Euro entscheiden. Derzeit wäre der Ausgang ungewiss.

          Die Schweden werden im Spätsommer kommenden Jahres über die Einführung des Euro abstimmen. Die Regierung werde am 14. September 2003 ein Referendum zu der Frage abhalten, sagte Schwedens Ministerpräsident Göran Persson nach einem Treffen mit den Spitzen aller im Parlament vertretenen Parteien am Freitag in Stockholm.

          „Ich denke, das ist ein guter Termin“, sagte Persson. Mit dem 14. September finde das Referendum in der Tradition wichtiger Volksbefragungen nach den Sommerferien statt. Der Wert der Krone gab nach der Entscheidung gegenüber dem Euro nach. Mit Dänemark und Großbritannien gehört Schweden zu den drei EU-Staaten, die bislang nicht an der Gemeinschaftswährung teilnehmen.

          Schwankungen in der Gunst

          Im Dezember 1997 hatte sich der schwedische Riksdag (Reichstag) gegen einen Beitritt zur Währungsunion ausgesprochen, die mit der Einführung des Euro als Buchgeld zum 1. Januar 1999 begann. Damals wurde die Tür für einen späteren Termin aber offengelassen. Perssons Sozialdemokraten hatten sich daraufhin für eine Volksabstimmung ausgesprochen.

          Seit Mitte vergangenen Jahres haben sich die Schweden im Großteil der Meinungsumfragen für eine Abschaffung der Krone zugunsten des Euro ausgesprochen. Allerdings gibt es deutliche Schwankungen der Gunst für die Gemeinschaftswährung. In der monatlich vom Meinungsforschungsinstitut Sifo erhobenen Euro-Befragung gab es zuletzt erstmals seit Juni wieder mehr Euro-Gegner als Befürworter (41 gegen den Euro und 37 für die Gemeinschaftswährung). Dabei zeichnete sich vor allem bei den Anhängern der regierenden Sozialdemokraten eine höhere Euro-Ablehnung als in den Vormonaten ab.

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