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Wachstum geht weiter : So viel geben Verbraucher für Bio-Produkte aus

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Alles bio? Bild: obs

Der Biomarkt wächst und wächst. 2019 stand ein Umsatzplus von 10 Prozent zu Buche. Auch die Zahl der Bio-Betriebe ist weiter gestiegen.

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          Etwa jeder achte Bauer in Deutschland bewirtschaftet seinen Hof nach Darstellung des Bio-Branchenverbandes BÖLW inzwischen ökologisch. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Bio-Betriebe um 6,3 Prozent auf fast 34.000 gestiegen, teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Mittwoch mit. 12,6 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten ihren Hof ökologisch.

          Gleichzeitig kauften die Menschen mehr Bio-Lebensmittel: Die Umsätze stiegen um knapp zehn Prozent auf insgesamt 11,97 Milliarden Euro. „Es ist wichtig, dass es immer mehr Menschen gibt, die mit ihrer Einkaufsentscheidung Verantwortung übernehmen“, sagte der BÖLW-Vorsitzende Felix Prinz zu Löwenstein vor der Eröffnung der weltgrößten Naturkostmesse Biofach in Nürnberg. Nötig sei auch eine Stärkung von Öko-Forschung und -Entwicklung, so Löwenstein. Im Bereich der Tierhaltung forderte er neben grundsätzlich höheren Standards mehr Transparenz auf den Produkten.

          Bio-Mehl am gefragtesten

          Der Fachhandel steigerte seinen Umsatz auf 3,18 Milliarden Euro, 1,66 Milliarden Euro wurden in Hofläden, Wochenmärkten oder Bäckereien sowie Metzgereien umgesetzt, im Lebensmitteleinzelhandel fielen 7,13 Milliarden Euro an. Damit kommt der LEH auf einen Umsatzanteil von 60 Prozent. Gerade die Discounter bauen ihr Bio-Sortiment immer weiter aus und verkaufen zunehmend auch von Bio-Anbauverbänden zertifizierte Produkte. Deren Anforderungen an Produktion oder Verarbeitung übersteigen die des EU-Bio-Siegels teils erheblich. Die höchsten Bio-Umsatzanteile mit Blick auf den gesamten Lebensmittelmarkt erreichte Bio-Mehl mit 26 Prozent sowie Bio-Eier mit 23 Prozent.

          Auf der Biofach und der parallel veranstalteten Naturkosmetikmesse Vivaness werden bis Samstag 3800 Aussteller aus mehr als 100 Ländern auf einer Fläche von 58.000 Quadratmetern ihre Neuheiten präsentieren. Die Veranstalter erwarten rund 50.000 Fachbesucher. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf innovativen Konzepten, um Plastikverpackungen einzusparen oder ganz auf diese zu verzichten. Ein weiterer Trend sind vegane Lebensmittel wie Honig-Alternativen oder Butter auf Mandelbasis sowie Kosmetik mit Hanf.

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