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Fußball : Volkswagen wird Großsponsor beim DFB

Bald übernimmt VW Bild: dpa

„Ein großes Ereignis“ nennt es Volkswagen-Chef Diess. Der Konzern löst Mercedes-Benz von 2019 an als Großsponsor beim DFB ab. Nach FAZ-NET-Informationen wird sich VW die neue Partnerschaft einiges kosten lassen.

          Der durch den Abgasskandal beschädigte Volkswagen-Konzern wird neuer Großpartner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und verdrängt damit nach 45 Jahren den Automobilkonkurrenten Mercedes-Benz. Das Verbandspräsidium hat an diesem Mittag auf einer Sitzung in Frankfurt für den umfangreichen Sponsorenvertrag gestimmt. Etwa 25 bis 30 Millionen Euro im Jahr soll sich VW die neue Partnerschaft mit der Nationalmannschaft inklusive DFB-Pokal nach Informationen von FAZ.NET kosten lassen.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Daimler-Marke ist damit nur noch zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland mit der DFB-Nationalelf verbunden. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte über die bevorstehende Entscheidung zugunsten von VW schon in der vergangenen Woche berichtet. Die Übereinkunft mit Volkswagen gilt von 2019 bis 2024.

          „Wir freuen uns sehr, Volkswagen ab 2019 als Mobilitätspartner an unserer Seite zu haben. Es passt zum DFB, dass VW mit seinem Engagement den gesamten Fußball von der Spitze bis zur Basis im Blick hat“, teilte DFB-Präsident Reinhard Grindel mit. Volkswagen sprach von einem „großen Ereignis“. Der DFB beweise mit den deutschen Nationalmannschaften Mut, Innovationskraft und den unbedingten Willen zum Erfolg. Diese Werte würden auch für Volkswagen gelten, hieß es von Herbert Diess, Vorsitzender des Marken-Vorstands von Volkswagen.

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          Für den DFB handelt es sich um wichtige Werberechte. 70 bis 80 Prozent des gesamten Jahresertrags, der zuletzt rund 228 Millionen Euro ausmachte, werden direkt oder indirekt über Geschäfte mit der Nationalmannschaft hereingeholt (Fernsehrechte, Sponsorenverträge, Ticketeinnahmen). Hier herrscht eine große Abhängigkeit vom sportlichen wie auch dann wirtschaftlichen Erfolg der Weltmeisterelf von 2014. Im vergangenen Jahr hatte der DFB den Vertrag mit dem Sportartikelkonzern Adidas vorzeitig bis 2022 verlängert.

          Der Ausrüster der Nationalmannschaft, schon seit Herberger-Zeiten mit dem DFB verbunden, verdoppelte den bisherigen Sponsoreneinsatz auf etwa 50 Millionen Euro im Jahr. Dies ist der bislang teuerste Vertrag, den ein nationaler Sportverband mit einem Sponsor abgeschlossen hat.

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