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VW-Chef unter Druck : Das Ultimatum von Wolfsburg

Diess ist das Gesicht und der Kopf der Mobilitätswende im Konzern. Bild: dpa

Herbert Diess gerade jetzt zu ersetzen, erscheint geradezu tollkühn, zumal (noch) kein adäquater Ersatz bereitsteht. Doch diese Einsicht darf nicht verwechselt werden mit einem Freibrief.

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          Volkswagen ist kein Unternehmen wie jedes andere. Während die halbe Welt sich derzeit die Köpfe heiß redet über den Einfluss der Politik nach einer Teilverstaatlichung der Lufthansa, bestimmt das Land Niedersachsen seit eh und je dank eines 20-prozentigen Stimmrechtsanteils über die Geschicke von Europas größtem Autohersteller mit. Seit an Seit mit Bernd Osterloh, dem mächtigsten Betriebsratschef der Republik wenn nicht gar der westlichen Hemisphäre. Gegen diesen Block kann sich auf Dauer kein Vorstandsvorsitzender an der Macht halten.

          Herbert Diess kennt dieses ungeschriebene Gesetz von Wolfsburg. Dennoch konnte der Konzernchef es nicht verhindern, dass pünktlich zur Aufsichtsratssitzung am Donnerstag gezielt Interna an die Öffentlichkeit durchgestochen wurden, die ihn in arge Nöte bringen. Es ist eine Breitseite an Vorwürfen gegen Diess, die von vernachlässigten Modellen – allen voran das Brot-und-Butter-Auto Golf 8 – über seinen angeblich zu rüden Führungsstil, zu viele Medienauftritte bis hin zu Rassismusvorwürfen gegen eine Instagram-Werbung reichen.

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