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VW : Aktienrückkauf in der Kritik

  • Aktualisiert am

Ferdinand Piech mit dem Lächeln zur Hauptversammlung Bild: dpa

Vor allem das Aktienrückkaufprogramm bei VW steht im Zentrum der Investorenkritik: Der Kurs des Papiers leide darunter.

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          Mit Lob für das vergangene Geschäftsjahr, aber auch Kritik an der Kapitalstruktur haben die ersten Redner den Volkswagen-Vorstand in der Hauptversammlung bedacht. “Dieses Unternehmen ist exzellent geführt worden“, sagte Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Erfreulich sei, dass keine Managementfehler wie bei anderen deutschen Automobilherstellern zu bemängeln waren.

          Wie auch durchgängig alle anderen Aktionäre und Aktionärsvertreter beklagte Hocker aber den Einfluss des Landes Niedersachsen und das “VW-Gesetz“ sowie den noch nicht erfolgten Umtausch der Vorzugs- in Stammaktien.

          Im Vergleich zum Dax schlecht abgeschnitten

          Michael Gierse von der Union Invest, einer Tochter der Genossenschaftsbanken, beklagte die „enttäuschende Entwicklung“ der Rendite des VW-Papiers. Diese haben in den letzten drei Jahren durchschnittlich lediglich fünf Prozent betragen, während gleichzeitig die DAX-Rendite bei 25 Prozent gelegen habe. Er forderte das VW-Management auf, die stimmrechtslose, „anachronistische Vorzugsaktie“ abzuschaffen und so ein positives Zeichen für die Kapitalanleger zu setzen.

          Auch die im Vorfeld der Aktionärsversammlung ins Rampenlicht getretene Fondsgesellschaft The Liverpool Limited Partnership trug über einen Frankfurter Rechtsanwalt ihre Kritik vor, dass in dem im vergangenen Jahr erfolgten Aktienrückkaufprogramm lediglich Stammaktien erworben worden seien. Dies sei offensichtlich geschehen, um die Sperrminorität Niedersachsens zu erhalten und habe alle Aktionäre wirtschaftlich geschädigt.

          Nachverhandlungen bei der EU

          Kritik an der getroffenen Vereinbarung zur EU-Übernahmerichtlinie äußerte ein Vertreter der Belegschaftsaktionäre. “Wir haben den Eindruck, dass die deutsche Politik zusieht, wie eine europäische Übernahmerichtlinie gestrickt wird, die vor allem zu Lasten der deutschen Unternehmen geht“, sagte er und forderte in diesem Zusammenhang von der Bundesregierung, auf Nachverhandlungen zu drängen.

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