https://www.faz.net/-gqe-to94

VW-Affäre : Landesarbeitsgericht bestätigt Gebauers Kündigung in VW-Affäre

  • Aktualisiert am

Klaus-Joachim Gebauer Bild: AP

Die Kündigung des im Zuge der Korruptionsaffäre bei Volkswagen entlassenen früheren Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer ist rechtens, bestätigte am Dienstag das Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Damit wies es eine Berufungsklage Gebauers ab.

          1 Min.

          Die Kündigung des im Zuge der Korruptionsaffäre bei Volkswagen entlassenen früheren Personalmanagers Klaus-Joachim Gebauer ist rechtens. Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen bestätigte am Dienstag in Hannover eine entsprechende frühere Entscheidung des Arbeitsgerichtes Braunschweig und wies eine Berufungsklage Gebauers ab.

          Eine Revision vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt lies das Gericht nicht zu. Gebauer ist eine zentrale Figur in der seit eineinhalb Jahren schwelenden VW-Affäre um angebliche Schmiergelder und Lustreisen von Betriebsräten auf Konzernkosten.

          Fristlos entlassen

          Volkswagen hatte Gebauer im Juni 2005 fristlos entlassen, wogegen der einstige Personalmanager Klage eingereicht hatte. Das Arbeitsgericht Braunschweig hatte diese Klage im November 2005 in erster Instanz abgewiesen, Gebauer wiederum hatte dagegen Berufung eingelegt.

          Der VW-Konzern wirft Gebauer zum einen vor, er sei an einem Netz von Tarnfirmen beteiligt gewesen, um sich auf Firmenkosten zu bereichern. Zum anderen beschuldigt VW seinen ehemaligen Mitarbeiter, er habe Schmiergelder angenommen sowie Dienstreisen doppelt abgerechnet und so den Konzern um Spesen betrogen. Gebauer bestreitet die Vorwürfe und bemängelt, bei der Kündigung sei der Betriebsrat nicht ordnungsgemäß beteiligt gewesen.

          Hartz hat Großteil der Verantwortung übernommen

          Gebauer hatte argumentiert, er habe im Auftrag gehandelt. Der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz, gegen den in der Affäre inzwischen wegen Untreue in 44 Fällen Anklage erhoben wurde, hatte einen großen Teil der Verantwortung übernommen.

          Hartz gab laut Anklageschrift zu, Gebauer 1997 ausdrücklich angewiesen zu haben, Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert „großzügig und wertschätzend“ zu behandeln. Volkert ist in der Affäre ebenfalls Beschuldigter.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.