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Immer wieder Ärger : Wirecard ist eine Schande für den Dax

Wirecard-Chef Markus Braun (rechts) Bild: Reuters

Mehrfach in diesem Jahr rauschte der Wirecard-Kurs in die Tiefe. Zig Milliarden an Börsenwert wurden vernichtet. Kein Wunder, dass das Misstrauen wächst.

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          Vor gut einem Jahr ist die Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Dax aufgenommen worden. Der Aufstieg des einstigen Start-ups aus dem Münchner Vorort Aschheim war rasant, Wirecard ist nach Zalando die erfolgreichste Gründerstory. Doch die Kommunikationsstrukturen des mittelständischen Unternehmens sind so provinziell wie sein Firmensitz.

          Und so kommt es in unschöner Regelmäßigkeit vor, dass scheinbar kleine Nachrichten aus einer Wirecard-Gesellschaft in Singapur große Börsenreaktionen hervorrufen. Weil Vorstandschef Markus Braun und sein Finanzvorstand Alexander von Knoop, der auch für Compliance-Fragen zuständig ist, nicht willens oder nicht in der Lage sind, die Öffentlichkeit offensiv über erklärbare Fehler in einer Tochtergesellschaft zu informieren, breitet sich unter den Aktionären immer größeres Misstrauen aus.

          Mehrfach in diesem Jahr rauschte der Wirecard-Kurs in die Tiefe, zig Milliarden an Börsenwert wurden vernichtet. Für Aktionäre, die im Glauben an die kluge Geschäftsidee in ein Technologieunternehmen „made in Germany“ investiert haben, ist all das sehr schmerzhaft. Für den Dax ist Wirecard schlicht eine Schande.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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