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Glücksspielstaatsvertrag : Vorbei: Oliver Kahn und das Glücksspiel

Torwart-Legende und Bayern-Vorstand: Für Sportwetten dürfte Oliver Kahn in Zukunft nicht mehr werben. Bild: obs

Der am Donnerstag verabschiedete Glücksspielstaatsvertrag wird zu Werbebeschränkungen führen. Das Verbot gilt allerdings nur für Werbung im Rundfunk und im Internet.

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          Die Öffnung des Glücksspielmarktes in Deutschland für private Anbieter wird auch zum Preis von Werbebeschränkungen für die Unternehmen erfolgen. Zwischen sechs Uhr am Morgen und abends 21 Uhr darf laut des neuen Glücksspielstaatsvertrages keine Werbung im Rundfunk und Internet für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino gezeigt werden. „Werbung für Sportwetten mit aktiven Sportlern und Funktionären ist unzulässig“, heißt es im ersten Abschnitt unter Paragraph 5, Artikel 3. Am Donnerstag hatten die Ministerpräsidenten den Staatsvertrag verabschiedet, der ab Mitte 2021 gelten soll. Dass ein Oliver Kahn als Vorstandsmitglied des FC Bayern oder einzelne Fußballstars das Angebot von Sportwettenanbietern propagieren, wäre dann unzulässig. Werbung von Anbietern auf Trikots oder Banden ist dagegen weiterhin erlaubt.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Noch muss der Staatsvertrag von der EU notifiziert und den Länderparlamenten ratifiziert werden. Aufgebaut werden soll eine Glücksspielbehörde zur Überwachung, die ihren Sitz in Sachsen-Anhalt haben soll. Datenschützer kritisieren das Durchleuchten jedes Spielers und das Sammeln sensibler Daten.

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