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Vor SPD-Mitgliederbefragung : Noch einmal nach Amerika mit Olaf Scholz

Die Reise nach Washington womöglich schon im Kopf, aber zumindest körperlich noch inmitten der Regierungsgeschäfte der „GroKo“: Finanzminister Olaf Scholz (Mitte). Bild: AFP

Der SPD-Politiker fliegt zur IWF-Jahrestagung. Die Zukunft des Finanzministers entscheidet sich aber demnächst in Deutschland: bei den Wahlen um den SPD-Vorsitz.

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          Die Regierungsmaschine ist startklar. Ziel sind die Vereinigten Staaten. Olaf Scholz wird auf der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwartet. Im Flugzeug wird er wie üblich freundlich begrüßt: „Guten Tag, sehr geehrter Herr Minister, meine Damen und Herren, Flugzeugkommandant Major Lens und seine Besatzung begrüßen Sie an Bord unseres Luftwaffen-Airbus A340 auf dem Flug nach Washington. Die Flugreisezeit wird 9 Stunden und 15 Minuten betragen.“

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Es wirkt wie immer, wenn der SPD-Politiker zu Treffen mit seinen Amtskollegen aufbricht. Auf der Agenda stehen dieses Mal Themen wie die Weltwirtschaft, die sich infolge von Handelskonflikten und drohendem harten Brexit spürbar abgeschwächt hat, die Besteuerung internationaler Konzerne wie Google sowie die von Facebook geplante private Währung namens Libra – und doch ist es alles andere als eine ganz normale Dienstreise. Denn vermutlich jeder an Bord stellt sich die Frage, ob es möglicherweise die letzte dieser Art für den Finanzminister und Vizekanzler ist.

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