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Klimadebatte : Grüner Einfall in der Schweiz

Das Schweizer Parlament an einem Herbstabend im Oktober: Ende des Monats entscheidet die Bevölkerung auch, welchen Stellenwert Klimathemen erhalten werden. Bild: dpa

Die Klimadebatte hat auch die Eidgenossenschaft fest im Griff. Die anstehenden Wahlen dürften linke Parteien stärken. Die Wirtschaft bangt derweil um ihren Zugang nach Europa. Doch das spielt im Wahlkampf keine Rolle.

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          Auf ihrer Klimamission hat Greta Thunberg im Sommer auch in der Schweiz haltgemacht. Die schwedische Aktivistin nahm an einem internationalen Strategietreffen der Bewegung „Fridays for Future“ in Lausanne teil. Die Konferenz kam bei einem Teil der jungen Leute freilich gar nicht gut an. Die JSVP, der Nachwuchsarm der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), warnte vor den „brandgefährlichen Forderungen“ der „Hardcore-Jungsozialisten“, die den Systemwechsel propagierten und den Fortschritt und Wohlstand in der Schweiz gefährdeten.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Zuvor hatten die Jungrechten die Kampagne „Lieber Kreta als Greta“ lanciert und dazu aufgerufen, lieber Ferien auf der griechischen Mittelmeerinsel zu verbringen, statt sich von der Klimadebatte den Urlaub vermiesen zu lassen. Auch die Älteren in der SVP, welche mit einem Wähleranteil von 29,4 Prozent die mit Abstand stärkste politische Kraft im Parlament ist, lassen sich von der grünen Welle, die längst auch die Schweiz erfasst hat, nicht beirren. Sie poltern unverdrossen gegen „Umweltdiktatur“ und „Klimahysterie“ und tun so, als hätte es die Kantonswahlen im Frühjahr in Zürich nicht gegeben; aus diesen ist die SVP als großer Verlierer hervorgegangen, wohingegen die Grünen kräftig zulegten. Umfragen zufolge wird die SVP auch in den nationalen Parlamentswahlen am 20. Oktober Federn lassen.

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