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Vor der EZB-Sitzung : Geldpolitik braucht Grenzen

Die Europäische Zentralbank (EZB) im Frankfurter Ostend. Bild: dpa

Die Geldpolitik hat in dieser Krise zweifellos positive Wirkungen entfaltet. Die EZB ist aber zumindest an ihre Grenzen gegangen. Auch haben die Gefahren zugenommen, dass sie in eine unheilvolle Abhängigkeit von der Finanzpolitik und den Finanzmärkten gerät.

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          Die Europäische Zentralbank dürfte auf der Sitzung ihres Zentralbankrats am kommenden Donnerstag zusätzliche Lockerungen ihrer Geldpolitik beschließen. Aber möglicherweise werden die Lockerungen nicht so weit gehen, wie es sich besonders Teilnehmer an den Finanzmärkten wünschen. Darauf deutet eine sich leicht ändernde Tonalität der Äußerungen aus dem Eurotower im Frankfurter Ostend.

          Zunächst hatte Präsidentin Christine Lagarde mehrfach prononciert Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick betont. Dann gelang es Chefvolkswirt Philipp Lane Ende November ausgerechnet an dem Tag, an dem die Rendite zehnjähriger portugiesischer Staatsanleihen erstmals in ihrer Geschichte unter Null fiel, öffentlich über eine mögliche Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen in der Eurozone („besorgniserregende Signale“) zu sinnieren.

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