https://www.faz.net/-gqe-73vkj

Von 19,6 auf 18,9 Prozent : Bundestag stimmt Senkung der Rentenbeiträge zu

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Nun hat auch der Bundestag der Reduzierung der Rentenbeiträge zugestimmt. Nach Berechnungen des Haushaltsausschusses werden Arbeitnehmer und Arbeitgeber damit jeweils um rund 3,2 Milliarden Euro pro Jahr entlastet.

          1 Min.

          Die Verbraucher müssen aller Voraussicht nach im kommenden Jahr deutlich weniger für ihre gesetzliche Rentenversicherung zahlen. Der Beitragssatz sinkt ab Januar 2013 von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttolohns. Dies beschloss der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungskoalition aus Union und FDP.

          Nach Berechnungen des Haushaltsausschusses werden die Arbeitnehmer damit um rund 3,2 Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Die Arbeitskosten der Wirtschaft sinken ebenfalls um 3,2 Milliarden Euro. Der Beitragssatz rutscht damit auf den niedrigsten Stand seit 1996.

          Der Bundesrat muss das Gesetz noch billigen. Die Länderkammer kann die Beitragssatzsenkung aber nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit verhindern. Eine solche Mehrheit zeichnet sich derzeit nicht ab.

          Im Bundestag scheiterte die SPD mit dem Antrag, auf die Senkung des Beitragssatzes zu verzichten und angesichts der alternden Bevölkerung einen Demografiefonds einzurichten. Auch die Forderung der Linksfraktion fand keine Mehrheit, die Spielräume in der Rentenversicherung für Leistungsverbesserungen zu nutzen. Die Grünen konnten sich nicht mit dem Vorschlag durchsetzen, den Anpassungsmechanismus der Rentenbeiträge so zu verändern, dass eine höhere Nachhaltigkeitsrücklage gebildet werden kann.

          Derzeit hat die Regierung dafür wenig Spielraum. Denn es ist gesetzlich festgelegt, dass die Beiträge sinken müssen, wenn die Rücklagen der Rentenversicherung 1,5 Monatsausgaben übersteigen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ruth Bader Ginsburgs Tod : Eine Katastrophe für Joe Biden

          Bestätigen die Republikaner noch vor der Wahl einen neuen Richter, verändern sie das Land auf lange Zeit. Warten sie ab, spornen sie konservative Trump-Kritiker zu dessen Wiederwahl an. Und damit enden die Sorgen der Demokraten noch nicht.
          Lieber mit nach Hause nehmen: Auffällig viele Anleger ließen sich im August ihr Gold aus Xetra-Gold-Wertpapieren ausliefern.

          Angst vor Abgeltungsteuer : Flucht aus dem Papiergold

          Während im August in aller Welt viel Geld in Gold-Wertpapiere floss, zogen deutsche Anleger ihr Erspartes ab. Als Grund dürfte die mittlerweile beendete Debatte um eine Goldsteuer eine Rolle gespielt haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.